Umweltingenieurin informiert über Energiewende im Oberland

03.06.2019

In einer zweiteiligen Veranstaltung informierte Frau Freundl, Diplom-Umweltingenieurin und Projektkoordinatorin der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“, die Mädchen der Klasse 8b im Rahmen des Faches Sozialpraktische Grundbildung über Perspektiven der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien im Landkreis und im Oberland.

Am 2. Mai stand zuerst die anschauliche Darstellung der aktuellen Situation im Mittelpunkt, so hat unser Landkreis stromseitig bereits einen Anteil von knapp achtzig Prozent, was sich vor allem auf den großen Anteil der Wasserkraft zurückführen lässt. Dann wurden Entwicklungsmöglichkeiten des Energiesystems im Oberland erläutert, wobei die Bedeutung der Solarenergie betont wurde. Dazu durften die Schülerinnen im Anschluss ein kleines Solarkraftwerk selbst zusammenbauen.

Am 16. Mai wurden Ergebnisse der Visionsentwicklung des gemeinsamen Forschungsprojekts INOLA der Energiewende Oberland und der Ludwigs-Maximilians-Universität München (Department Geografie) den Schülerinnen vermittelt. Persönliche Zukunftsbilder der Schülerinnen aufgreifend wurden die wissenschaftlich gestützten Zukunftsbilder des Forschungsprojekts vorgestellt. Dabei wurde das von Experten der Region als wünschenswertes und das als wahrscheinliches geltendes Zukunftsbild näher betrachtet. Dass verschiedene Einflussfaktoren für eine erfolgreiche Energiewende wichtig sind, wurde den Schülerinnen verständlich. Denn einerseits müssen Faktoren, wie Wirtschaftswachstum, demografischer Wandel und gesetzliche Regelungen beachtet werden, aber andererseits ist es eben auch wichtig, dass das Individuum sich in seinem Alltag umweltbewusst verhält und etwa sein Konsumverhalten und Urlaubsverhalten selbstkritisch hinterfragt. Es muss also z.B. nicht jeden Tag die vollgefüllte Badewanne sein, und auch nicht jeden Tag ein neues T-Shirt.

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Freundl, die den Schülerinnen verschiedene Aspekte der Energiewende sehr gut erläutert hat. Unser Dank gilt aber auch Herrn Haushofer (ebenfalls Mitarbeiter der „Energiewende Oberland“), der einige Stunden zuvor den Mädchen als eine Art Grundlage die Technik und die Möglichkeiten der Photovoltaik sehr verständlich nahegebracht hatte.

Die sog. „Solarkarusselle“ (Bausatz für ein Modell zur Photovoltaik), welche uns Frau Freundl für jede Schülerin mitgebracht hat, werden uns die im besten Sinne des Wortes nachhaltige Veranstaltung in guter Erinnerung halten.

Christian Martino

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