Spannender Einblick in die Welt des Journalismus

07.05.2019

„Fakten gegen Fakes  - wie glaubwürdig sind unsere Medien?“  Dieser Frage ging der Schülermedientag 2019 nach, den die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit erstmalig  in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung, dem Bayerischen Rundfunk, dem Verband der Bayerischen Zeitungsverleger, der Deutschen Journalistenschule und zahlreichen weiteren Redaktionen und Medienexperten veranstaltete.

400 Schulen hatten sich bayerweit beworben, um am 3. Mai, dem Tag der internationalen Pressefreiheit, mit einem Medienprofi über Fakten und Fake News, über die Arbeit von Journalisten, das Beschaffen und Überprüfen von Informationen oder über den Weg einer ungeprüften Meldung im Internet zu diskutieren.

Zu den Neuntklässlerinnen des St.-Ursula-Gymnasium Hohenburg war Elisabeth Pongratz vom Bayerischen Rundfunk gekommen. Sie befragte zunächst die Mädchen nach ihrer eigenen Mediennutzung, erzählte dann von ihrem Werdegang zur Redakteurin, Reporterin und Chefin vom Dienst beim „Rundschau-Magazin“ und erläuterte ihre unterschiedlichen Tätigkeiten.

Doch dann wurden die Mädchen selbst journalistisch tätig. Nachdem sie einen Filmbeitrag von Elisabeth Pongratz über zunehmende rassistische Gewalt in Italien gesehen hatten, sollten sie eine kurze Nachricht daraus machen. Hier zeigten sich schnell die grundlegenden Herausforderungen journalistischer Arbeit, etwa die Frage, welche Inhalte wichtig sind und welche weggelassen werden können. Auf dieser Grundlage erläuterte Elisabeth Pongratz dann grundlegende Prinzipien eines seriösen Journalismus.

Es war ihr aber auch ein Anliegen den Schülerinnen deutlich zu machen, dass viele Meldungen und vor allem auch Bilder, die insbesondere in den sozialen Medien auftauchen, diesen Prinzipien nicht entsprechen. Sie ging in diesem Zusammenhang auf konkrete Beispiele ein, wie etwa auf das sogenannte „Stinkefinger“-Foto von Prinz William und die Verbreitung einer erfundenen Vergewaltigung via Facebook.

Elisabeth Pongratz gab einen äußerst anschaulichen und  spannenden Einblick in die Welt des seriösen Journalismus, für den wir uns herzlich bedanken.

Nicole Fahrner

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