Schülerinnen stellen in Holzkirchen aus

16.02.2016

Wenn man weiß, wohin der Weg führt, das Ziel umrissen ist, kann man leichtfüßig losgehen. Schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn sich das Ziel noch nicht zeigt. - Zehn Schülerinnen eines P-Seminars am Hohenburger Gymnasium haben die zweite Variante gewählt. Das Ergebnis ihrer Forschungen ist jetzt im Atrium Holzkirchen zu sehen.

Die jungen Leute befassten sich mit verschiedenen Malgründen, Farbarten, Malweisen, Formatfragen, Kompositionsmethoden, Farbabstimmungen, Bilderrahmung, Bilderhängung und anderem.

Letztlich sind diese Dinge aber eher vordergründig. - Die eigentliche Aufgabe bestand in der Auseinandersetzung mit sich, dem Wollen, ein Bildergebnis nach der eigenen Vorstellung zu entwickeln und schließlich - am schwersten auszuhalten - dem Umgang mit dem Nicht-Können.

Dieser stets aufs Neue sich herandrängende, unausweisliche Prozess, den Dialog mit dem Bild aufzunehmen, d. h. eine möglichst vorurteilsfreie Anschauung seiner Empfindungen und Überlegungen als objektivierte Darlegung des eigenen Standpunkts auszuhalten, war wohl die intensivste Erfahrung über das Jahr hin.

Mit sich kritisch umzugehen, schadet (in einem gewissen Rahmen) nicht. Nur so sind wirkliche Fortschritte möglich. Man muss sich selbst gut kennen, um seine Fähigkeiten ins Blühen zu bringen.

Die Schülerinnen haben ihre Schritte mit Bravour getan.

(Horst Hermenau)

Die Arbeiten sind noch bis 5. März im Atrium Holzkirchen zu sehen.
Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 9 bis 20 Uhr.

Zurück